Kurztrip nach Brüssel

Am Freitagnachmittag geht es mal ausnahmsweise nicht mit eigener Kraft in Richtung Belgien. Brüssel erreichen wir mit Scherer-Reisen gegen 21:30 Uhr.

Nach dem Zimmerbezug klingt für mich der Abend an der Hotelbar aus.

Am Samstag gibt es zuerst eine Stadtrundfahrt und danach den Besuch einer Schokoladenmanufaktur.

Der Abend in der Stadt endet leider im Dauerregen.

Der Spaß ist trotzdem da. So wie gestern beschließe ich auch den heutigen Tag in der Hotelbar.

Auf dem Weg ins Sauerland – Tag 2

Bin pünktlich um acht im Speisesaal. Gähnende Leere. So nach und nach kommen die Hausgäste und ich muss feststellen, daß ich den Altersdurchschnitt ganz schön senke.

Um neun stehe ich bepackt an der Rezeption und es geht los. Zuerst entlang des Rheins bis Bonn. Jetzt sehe ich auch mal die Strecke bei Tageslicht, die ich vor einigen Wochen nachts abgewandert bin (RAM100K).

Ab Bonn folge ich dem Aggertal und dem gleichnamigen Radweg bis Engelskirchen und dann beginnen die Highlights. Bis zum Abend hin addieren sie sich auf über 1.200 Höhenmeter.

Ich radele oft abseits der Straßen und es sind ein paar dolle Abschnittes dabei.

Um 17:35 Uhr stehe ich pünktlich am Ziel und die Party kann beginnen.

Bis zum frühen Morgen geht die Party. Den Rückweg, wie auch schon den Hinweg zum Lokschuppen, nehme ich zu Fuß. Da ist ne gute halbe Stunde Laufen angesagt.

Den Heimweg am Sonntagnachmittag trete ich per Auto an, da am Montag wieder der Alltag beginnt.

Auf dem Weg ins Sauerland

Um kurz nach 15:00 Uhr radele ich in Richtung Ebschied auf den Radweg. Von dort geht es bis nach Emmelshausen und über Rheinbay und Weiler nach Bad Salzig.

Von hier radele ich in Richtung Norden auf dem Radweg. Bei Rhens pausieren ich ein wenig wegen eines kurzen Regenschauers. Dann folgt Koblenz und das Deutsche Eck.

Ab Koblenz bleibe ich weiterhin auf dem Rheinradweg. Und gegen 19:30 Uhr erreiche ich pünktlich Bad Breisig. Das Hotel ist gleich gefunden und das Rad bestens verstaut.

Am Rheinufer gibt es noch ein gutes Abendessen bei einbrechender Dunkelheit.

Tag 2 – Radtour Radteam TuS Laubach

Heute lassen wir es ruhig angehen. Bis in die Heimat ist es nicht mehr weit. Nach einem ausgiebigen Frühstück radeln wir um 10:00 Uhr los. Es geht direkt über die Fähre nach Bingen. Von dort folgen wir dem Radweg bis nach Niederheimbach. Dann geht es links ab in den Hunsrück. Nach einigen Kilometern Strampeln und Schwitzen erreichen wir die Dichtelbacher Heide. Ab hier bleiben wir möglichst auf der Höhe. Quer durch den Wald geht es in Richtung Perscheid und dann quer durch die Struth nach Liebshausen. Nach knapp 50 km erreichen wir Laubach, noch rechtzeitig um auf der Gesellschaftsmühle ein Mittagessen zu bekommen.

Tag 1 – Radtour Radteam TuS Laubach

Heute Morgen sind wir um 9 Uhr am Gemeindehaus los geradelt. Über Laudert, Perscheid und Langscheid geht es hinab nach Oberwesel. Am Marktplatz, an der Bäckerei, gibt es Frühstück. Dann geht es weiter zur Kauber Fähre und auf rechtsrheiniger Seite bis nach Lorch.

In Lorch endet das Wispertal. Diesem folgen wir aufwärts. In der Laukenmühle kehren wir zum Mittagessen ein. Nach ausgiebiger Pause geht es dann noch etwas weiter bachaufwärts. An der nächsten Abfahrt biegen wir in Richtung Süden, in Richtung Hausen vor der Höhe ab. Ab hier wird es auch etwas steiler und nach 400 Höhenmetern haben wir den höchsten Punkt des Tages erreicht.

Die Abfahrt hinab nach Kiedrich und Eltville geht sehr zügig und schon wieder wechseln wir die Fahrtrichtung. Es geht Richtung Rüdesheim, unserem Tagesziel.

Eine Unterbrechung in Hattenheim ist aber noch notwendig, um das Ziel erreichen zu können.

Gegen 18:30 Uhr haben wir das Zimmer bezogen und stürzen uns ins Getümmel. Wir wohnen strategisch gut, direkt an der Seilbahnstation. Nach dem Abendessen gingen dann für zwei Stunden die Lichter aus. Einige Häuser mussten daher schließen. Ab 10 Uhr wurde es wieder hell und wir wurden auch wieder bedient.

RAM100K – Rhein-Ahr-Marsch 2018

Heute probiere ich mal was Neues. 24 Stundenwanderungen hab ich ja schon einige gemacht, aber noch nie mehr als 80 km. Das soll sich heute ändern. Heute stehen 100 km auf dem Programm. Start und Ziel in Rheinbach bei Bonn. Heute Abend um 20:00 Uhr geht es los.

Zuerst geht es rüber nach Bonn, dann den Rhein runter bis Remagen. Dann die Ahr hoch bis Altenahr und am Schluss zurück nach Rheinbach.

Die Ruhe vor dem Sturm
HuBuT meets RAM100
Vor lauter Aufregung bin ich einige Stund zu früh hier
Langsam wird es ernst

Pünktlich um 20:00 Uhr sind wir in Rheinbach los marschiert. Der WDR hat uns auf die Reise geschickt. Ich gehe die Tour recht schnell an. Es macht richtig viel Spaß. Um 01:45 Uhr bin ich schon in Bonn Plittersdorf bei km 32. So kann es weiter gehen. Noch 100 Meter und ich sehe den Rhein.

Um 03:15 km habe ich Kilometer 39,5 erreicht. Mein Tempo ist deutlich langsamer geworden. Eine erste Blase ist geplatzt und weitere machen sich bemerkbar. Sowas hatte ich ja noch nie.

05:30 Uhr – Halbzeit. 50 km sind geschafft. Es gibt Frühstück in Remagen.

Das Frühstück. Eigentlich habe ich überhaupt keinen Hunger. Aber irgendwas muss rein.

10:20 Uhr-Walporzheim. Km 70. Hier müssen wir durch Weinkeller durch. Dort stehen auch die antialkoholischen Getränke zum Auffüllen der Flaschen. Langsam wird es warm.

Im Hof der Weinkellerei döse ich mal 45 Minuten und verlasse das gastliche Gut gegen 11:25 Uhr. Hier beginnt auch der Kampf gegen mich selbst. Heute Morgen, beim Verlassen der 50 km-Marke hatte ich einige Minuten Startschwierigkeiten, aber dann war es wieder ok. Aber jetzt geht es auf Trails mit stetem Auf und Ab. Seit km 33 habe ich erste Blasen und jetzt sind sie an beiden Ballen vorhanden. Die Schuhe ziehe ich jedenfalls bis zum Schluss nicht aus, sonst ist direkt Schluss. Bei noch keiner meiner bisherigen 24-Stunden-Wanderung hatte ich jemals eine Blase. Das ist diesmal echt ungewöhnlich.

Im Hof der Weinkellerei. Nach 15 Stunden und 69 Kilometern wurden fast 93.000 Schritte gemacht.

Bis Dernau folgt nun ein toller, schmaler Pfad. Weiter, bis nach Rech ist man wieder am Talgrund. In Rech geht es dann sehr steil bergauf. Teilweise auf luftigem Steig geht es hinüber bis nach Mayschoss. Insgeheim hatte ich schon damit gerechnet, dass dies schon ein Teil des Anstiegs, hoch nach Rheinbach gewesen ist. Aber der jähe Abstieg hinab in den Ort belehrt mich eines Besseren. In Mayschoss, am Startpunkt der 22 km-Strecke, gibt es dann eine weiter Essenstation und zum  x-ten Male fülle ich meine 1,5 Ltr-Flasche auf. Unglaublich, was man an Flüssigkeit in sich hineinschüttet.

Mein Motte für den Rest des Tages, beim Verlassen von Rech
Kurz vor Mayschoss

Somit sind jetzt 78 km bewältigt. Den Rest sollte ich jetzt auch noch schaffen. Bald habe ich den zweiten Marathon am Stück beendet, das beflügelt, wenn auch nur den Geist, die Füße jedenfalls nicht mehr.

Es geht weiter am Talgrund der Ahr entlang, sogar für mich wieder auf der falschen Seite. Zum Aufstieg müssen wir auf die andere Seite und zu meinem Erschrecken beginnt ein neuer Aufstieg dieser “falschen” Seite. Und der fällt recht heftig aus. Aber was muss ich hier erkennen, es kommt eine Brücke, hoch über der Ahr und verschwindet auf der anderen Seite direkt in einem Tunnel und nach wenigen Metern stehe ich kurz vor Altenahr. Eine wirklich tolle Gegend. Jetzt ist die richtige Seite der Ahr erreicht und nach der Verpflegungsstelle am Bahnhof in Altenahr steigt der Weg unerbitterlich nach oben und das viel höher als erwartet.

Es geht hoch nach Kalenborn, durch endlose steile Waldwege, km 87,2. Hier wird uns leichtsinnigerweise gesagt, der höchste Punkt sei erreicht. Ich denke mir, naja, dann jetzt eben hinüber nach Rheinbach. Denkste!!!

War zwar der höchste Punkt aber es geht weiter auf und ab, zum Teil durch recht steile Bachtäler über Hilberath in den Hilberather Forst.

In Hilberath dann eine weitere Verpflegungsstelle bei km 90,5 und im Forst bei km 95 nochmals Wasser.

Von meinem anfänglichen 9-Minuten Schnitt pro Kilometer ist schon lange nichts mehr zu spüren. Diesen bin ich bis weit in die Nacht gegangen. Mittlerweile bin ich bei einem knapp 15er Schnitt. Also nur noch gut 4 Kilometer die Stunde. Zum Glück war ich zu Beginn recht schnell unterwegs, sonst hätte mich schon lange der Besenwagen aus dem Verkehr gezogen.

Und endlich….

Es ist fast geschafft. Ich aber auch. Die letzten 20 Kilometer waren echt zäh.

Und ich bin noch lange nicht der Letzte. Es laufen, selbst als ich mit dem Duschen fertig bin, noch immer Wanderer ein. Das Duschen war aber ein echter Eiertanz. Die Blasen, eigentlich sind es nur zwei, an jedem Fuß eine, erstrecken sich von den Zehen über die kompletten Ballen. Bilder erspare ich mir hier !

Nach dem Duschen wackele ich aus dem Keller an die Essentheke. Eine Wurst und zwei Radler. Noch ein Gespräch mit Wanderern und Verantwortlichen. Ich bedanke mich für die vorzügliche Organisation und bin um die Erfahrung reicher geworden, dass ich auch mal mit Blasen zu Kämpfen habe. Bisher waren es immer nur die anderen.

Ich verkrieche mich in mein Auto und während ich versuche noch etwas in den Blog zu schreiben, bin ich tief und fest eingeschlafen. Nachts findet auf dem Parkplatz eine Party von Jugendlichen statt. So verlagere ich meinen Schlafplatz, wie auch ein weiterer Autoschläfer nebenan zum Parkplatz des Monte Mare.

Gegen fünf Uhr werde ich wach und fahre entspannt zurück nach Laubach. Dort werden dann die Blasen behandelt und nachmittags bin ich schon wieder so fit, dass ich eine Runde mit dem Rad drehe. Muskelkater habe ich absolut keinen und ich muss feststellen, wie wichtig die untersten 2 mm des Körpers sind.

Mal gucken, wie ich mit dieser Erfahrung weiter umgehe und ob ich mich nochmals aufrappeln kann für einen 100er. Spaß hat es jedenfalls gemacht und im Abstand von einem Tag betrachtet, übertrifft die Freude den Schmerz.

Es war auch eine Staubschlacht.

 

Zusammenfassung der Tour zum Laubachtreffen im Elsass

Wir waren von Montamorgen, dem 25.06.2018 bis zum Montagabend 02.07.2018 unterwegs. Die Tour teilte sich auf in 5 Tagesetappen und 2 Halbtagsetappen. In dieser Zeit haben wir 793 km zurück gelegt und 4.439 Höhenmeter bewältigt. Im Sattel saßen wir fast 46 Stunden.

Leichtes Nieseln hatten wir bei der Abfahrt. Ab dem Nachmittag des ersten Tages hat dann fast ununterbrochen die Sonne geschienen und es wurde tagtäglich wärmer (heißer).

Wir hatten eine Panne (Plattfuß in Luxemburg). Auch unkaputtbare Mäntel streiken bei ungünstig stehenden Spaxschrauben.

Ruhetag (Veranstaltungen in Laubach) – Tag 6

Tag 8 – Radtour zum Laubachtreffen im Elsass

Punkt acht gibt es Frühstück und um neun sitzen wir auf den Rädern. Heute haben wir ein paar Kilometer vor uns. Nördlich von Hinterweidenthal geht es in ein ruhiges Tal. Nach einigen Kilometern wird der Scheitelpunkt erreicht. Um nicht allzu viele Höhenmeter zu verlieren, nutzen wir auch kurzzeitig einen Wanderweg. Dann geht es hoch nach Leimen und immer weiter hoch bis kurz vor die B48. Bis zum Johanniskreuz müssen wir diese nutzen.

Da es auf der B48 nur wenig Verkehr hat bleiben wir auf dieser bis kurz vor Kaiserslautern. Die Stadt erreichen wir aus Richtung Osten.

Hier werden nochmals Getränke gefasst und es geht ins Tal der Lauter, ab Lauterecken ins Glantal. Immer leicht bergab.

In Meisenheim, im Bierengel, nehmen wir ein verspätetes Mittagessen ein und Rollen weiter Richtung Norden, bis zur Nahe.

Ihr folgen wir aufwärts bis Merxheim, um dann bei Monzingen mit dem Aufstieg über den Soonwald zu beginnen.

Einige Zeit später erreichen wir nahe der Alteburg den höchsten Punkt. Kurze Zeit später geht es aber vor Gemünden nochmals in die Höhe.

In Gemünden wird letztmals Flüssigkeit gebunkert für das Finale. Es geht durch das Simmerbachtal hinauf nach Simmern. Hier hat es auch noch kurze Highlights 😉.

Ab Simmern rollen wir auf dem Schinderhannesradweg bis Alterkülz und der letzte Berg vor der Gesellschaftsmühle ist auch bald bewältigt. Wir rollen ganz kurz nach acht Uhr ein auf ein wohlverdientes Erfrischungsgetränk. Zwei Begleiter, die die letzten beiden Tage nicht mehr dabei waren, haben uns hierbei noch gerne unterstützt.

Heute waren es bis zur Gesellschaftsmühle 161 km und 1.393 Höhenmeter, die in 11:08 Stunden bewältigt wurden.

Tag 7 – Abschluss Laubachtreffen und Rückradeln nach Laubach (Hunsrück)

Nach dem Auschecken aus dem Hotel geht es mit dem Rad hoch nach Laubach. Dort beginnt der Tag mit einem Gottesdienst. Danach treffen sich alle wieder im Festzelt. Ein Fanfarenzug begleitet uns bis zum Mittagessen. Mit dem Mittagessen ist dann der gemeinschaftliche Teil beendet. Die Gruppen verlassen das Gelände. Das nächste Treffen ist am 2. WE im Juni 2019 in Laubach (Sachsen).

Wir packen unsere Räder zusammen und starten kurz vor 14:00 in Richtung Pfälzer Wald.

Wir fahren nach Nordwesten und erreichen Deutschland im Ludwigswinkel. Kurz vor der Grenze haben wir noch die erste Halbzeit Russland-Polen gesehen und sind dann weiter bis nach Hinterweidenthal. Wir nächtigen unter dem Teufelstisch im gleinamigen Landgasthaus.

Das Landgasthaus können wir sehr empfehlen. Freundlich, gutes Essen, tolle Lage. Absolut gut.

Tag 6 – “Ruhetag”

Heute haben wir die Räder nicht angerührt. Sie stehen im Verschlag des Ibis-Hotels von Haguenau.

Wir werden heute Morgen von einem Bus abgeholt und nach Kutzenhausen gefahren. Dort besuchen wir einen Museumsbauernhof. Der Vortrag und die Führung sind recht interessant.

Kurz vor 12 Uhr sind wir schon wieder im Hotel. Nach ganz kurzer Pause fahren wir wieder mit den Autos hoch nach Laubach. Hier gibt es dann ein echt originales Elsässer Mittagessen.

Am Nachmittag besuchen wir in kleinen Gruppen mehrere Stationen im Ohr. Toll, was hier gezeigt wird.

Um 18:30 Uhr gibt es noch einen Ehrenweinempfang und danach das Abendessen.

Nach dem Abendessen verbringen wir einen gemütlichen Abend zusammen. Zu später Stunde geht es dann wieder zurück ins Hotel.